F.R.A.N.Z.-Projekt macht Artenvielfalt sichtbar auf der Grünen Woche 2026 in Berlin


Bild: Umweltstiftung Michael Otto
Berlin/Hamburg, 16.01.2026
Grüne Woche 2026

Zusammen mit der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, dem HumusKlimaNetz und dem Projekt MoNaKo präsentierte sich das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. im Rahmen des hundertjährigen Jubiläums der Grünen Woche in Berlin  und gab Einblicke in seine aktuellen Aktivitäten sowie Projektergebnisse.

Das F.R.A.N.Z.-Projekt zeigte, wie sich ökologisch wirksame, ökonomisch tragfähige und praxistaugliche Biodiversitätsmaßnahmen erfolgreich in der Landwirtschaft umsetzen und wirksam in die Fläche bringen lassen. Gestützt auf Erkenntnisse aus Begleitforschung, Betriebsberatung und den Erfahrungen der Betriebsleiter vermittelten die #FRANZBotschaften anschaulich, wie biodiversitätsfördernde Maßnahmen nachhaltig etabliert werden können.


V.l.n.r. Sophie Wolters (UMO), Claudia Bühler (UMO), Steffen Pingen (DBV), Dr. Anna Bobrowski (DBV); Copyright: UMO


Ein besonderes Highlight auf dem Stand war ein Modell, welches unterschiedliche Naturschutzmaßnahmen präsentierte. Interessierte Besucher konnten sich somit vor Ort über originalgetreue Nachbildungen eines Insektenwalls oder eines Extensivgetreides informieren.


Copyright: DBV

Ein weiterer Fokus auf der Grünen Woche waren die F.R.A.N.Z. Kernbotschaften, welche zeigen, dass erfolgreiche Biodiversitätsförderung nur durch Kooperation und Dialog auf Augenhöhe gelingt. Die im Projekt erprobten Maßnahmen zeigen klare ökologische Wirksamkeit, insbesondere wenn sie standortangepasst kombiniert werden. Damit Biodiversitätsmaßnahmen betriebsindividuell passen und breit umgesetzt werden können, braucht es flexible Maßnahmenkombinationen. Eine qualifizierte, zielgerichtete Biodiversitätsberatung bleibt dabei ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen in der Fläche. Die F.R.A.N.Z.-Akteure vertraten das Projekt auf der Grünen Woche und machten so diese Ergebnisse sichtbar und trieben den Dialog zwischen Landwirtschaft, Politik, Forschung und Gesellschaft weiter voran.


Karolin Reschke (DBV) im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Markus Schick (Staatssekretär BMLEH); Copyright: DBV

Darüber hinaus fand ein Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz statt. Das zentrale Thema des Austausches war die Notwendigkeit von angemessener Honorierung landwirtschaftlicher Biodiversitätsmaßnahmen. Dies betont auch F.R.A.N.Z.-Betriebsleiter Jürgen Maurer in seiner #FRANZBotschaft: “Biodiversität ist der wichtigste Betriebszweig in der Landwirtschaft”. Eine angemessene Bezahlung ist dabei Voraussetzung, damit Betriebe biologische Vielfalt nicht nur ermöglichen, sondern wirtschaftlich tragfähig umsetzen können.


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Auf der Grünen Woche 2026 ergaben sich vielfältige Gelegenheiten, mit Vertreter*innen aus der Politik ins Gespräch zu kommen.  Diese Begegnungen zeigten eindrucksvoll, dass das Interesse an einer landwirtschaftlichen Praxis, die die Artenvielfalt stärkt, weiterhin groß ist.


Über das F.R.A.N.Z. Projekt:

Das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) hat sich zum Ziel gesetzt, Naturschutzmaßnahmen zu entwickeln und zu erproben, die die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten und erhöhen sowie wirtschaftlich tragfähig und praxistauglich sind.

Das Verbundprojekt F.R.A.N.Z. wird von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband durchgeführt und ressortübergreifend unterstützt. Die Förderung erfolgt mit Mitteln der Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).