F.R.A.N.Z.-Projekt - Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft - Frohe Weihnachten
F.R.A.N.Z.-Advents-Newsletter 2019
Herausgeber: Umweltstiftung Michael Otto und Deutscher Bauernverband
Liebe Leserin, lieber Leser,

das Weihnachtsfest naht und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Diese Zeit der Besinnung möchten wir nutzen, um mit Ihnen gemeinsam das F.R.A.N.Z.-Jahr 2019 Revue passieren zu lassen.

F.R.A.N.Z. hat seinen Monitoringansatz ausgebaut und untersucht seit Beginn des Jahres zwei weitere Insektengruppen, die als besonders gute Indikatoren für die Agrarlandschaft gelten: Laufkäfer und Schwebfliegen. Mit der Aufstockung hat das F.R.A.N.Z.-Projekt die politischen Zielsetzungen der Bundesregierung zur Insektenforschung und Umsetzung von Maßnahmen für Insekten aufgegriffen. Um die umgesetzten wirtschaftlich-tragfähigen und praxistauglichen Naturschutzmaßnahmen auch anderen Landwirten zugänglich zu machen und zur Nachahmung zu motivieren, wurden verschiedene Maßnahmenvideos veröffentlicht. In der neuen Videoreihe #FRANZmaßnahme zeigen drei F.R.A.N.Z.-Landwirte, wie bestimmte Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Derzeit gibt es Videos für die Maßnahmen Altgrasstreifen, Sommergetreide mit blühender Untersaat und Feldlerchenfenster in Kombination mit Blühstreifen. Einen Überblick über EU-rechtliche, förderrechtliche und umweltrechtliche Voraussetzungen für die Umsetzung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) zum Erhalt der biologischen Vielfalt gibt ein vom Thünen-Institut für Ländliche Räume erstellter Bericht. In dieser Dokumentation sind die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen in den einzelnen Bundesländern zusammengefasst.

Nach rund drei Jahren Projektlaufzeit kann eine positive Zwischenbilanz zur Verbesserung der Artenvielfalt auf den zehn landwirtschaftlichen Demonstrationsbetrieben gezogen werden. 14 Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität wurden auf 7,7 Prozent der Betriebsfläche umgesetzt. Somit wurde das Ziel von 5-10 Prozent für die Projektjahre 2018 und 2019 erreicht. Der Dialog von Landwirtschaft und Naturschutz stand auch 2019 im Fokus: Sowohl auf regionaler als auch auf nationaler und europäischer Ebene konnte der Austausch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz verstärkt werden. Es hat sich bestätigt, dass der Dialog auf Augenhöhe zwischen den Akteuren für den Artenschutz auf den Feldern von großer Bedeutung ist. Unser Dank geht an die beteiligten Forscher, Landwirte und Betriebsberater für ihren unermüdlichen Einsatz, Naturschutz und eine produktive Landbewirtschaftung miteinander zu vereinen.

Im Jahr 2019 gab es nicht nur zahlreiche Veranstaltungen zu F.R.A.N.Z., sondern auch diverse Beiträge in Medien, nicht zuletzt im Magazin chrismon. Hier erzählt Landwirt Marco Gemballa unter dem Titel „Was der Bauer jetzt alles weiß!“, wie er mit Naturschützern zusammenarbeitet und dabei mehr über die Artenvielfalt lernt. Auch in den ARD-Tagesthemen (ab Minute 3:16) wurde über F.R.A.N.Z. berichtet. Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Peter Kaim im Havelland wird gezeigt, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz gelingen kann.

Gemeinsam mit Ihnen konnten wir wieder neue Impulse für mehr Artenvielfalt in der Agrarlandschaft setzen und diese in einem gesellschaftlichen Diskurs stärken. Für die engagierte Unterstützung und Zusammenarbeit möchten wir uns bei Ihnen herzlich bedanken. Wir hoffen und freuen uns darauf, auch im neuen Jahr gemeinsam mit Ihnen viel für den Schutz und Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft zu bewegen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2020. 

Ihre F.R.A.N.Z.-Projektleitung

Sibylle Duncker & Mária Klaudies

Die Website www.franz-projekt.de ist ein Kommunikationsangebot von:

Umweltstiftung Michael Otto
Glockengießerwall 26
20095 Hamburg
franz@umweltstiftungmichaelotto.org
Tel.: 040 6461-7727
Fax: 040 6464-7727
Deutscher Bauernverband e.V.
Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
m.klaudies@bauernverband.net
Tel.: 030 31904-224
Fax: 030 31904-496


Förderung
Das Projekt wird ressortübergreifend unterstützt. Die Förderung erfolgt mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.


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